Aufmerksamkeitsspanne
- (Bild : °Florian (Flickr.com)
- (Bild : °Florian (Flickr.com)
Ich saß gestern mit zwei guten Freunden zusammen und ich weiß nicht wieso, aber mir kam ein Gedanke in den Sinn, der mich jetzt nicht mehr so richtig loslässt. Ich möchte die Gedanken gern mit euch teilen.
Ich realisierte, dass meine Aufmerksamkeitsspanne kein “normales” Maß mehr beträgt und, dass all meine Tätigkeiten nicht länger als einen Zeitraum X betragen dürfen, bevor ich die Konzentration, das Interesse oder die Motivation verliere, mich damit zu beschäftigen. Der Zeitraum X ist natürlich wie bei jedem Menschen auf ein gewisses Maß beschränkt, jedoch lag dieses irgendwann einmal wesentlich höher.
Zum Beispiel habe ich ein Problem damit, Texte und vor allem Bücher zu lesen. Ich habe das Gefühl, Zeit zu verschenken, wenn ich über lange Zeit lese, und ich nehme diesen wichtigen Faktor zum Anlass, lieber etwas komplett anderes zu tun. Das ändert sich, wenn die Zeit, in der ich lese, dafür genutzt wird, etwas sinnvolles zu machen, mich zum Beispiel fortbewege.
Ich stehe ab und zu vor der Entscheidung, ob ich mit dem Auto oder der Bahn zur Arbeit fahre. Dabei spielt der Faktor , dass ich in der Bahn ja lesen oder Arbeiten kann, eine große Rolle. Der Gedanke, dass ich mit dem Auto eine Zeitersparniss beim Heimweg habe und in der “gewonnenen” Zeit lesen könnte, kam mir nie in den Sinn.
Unkomplizierter stellt sich die Sache bei Audioaufnahmen dar. Ich höre liebend gern Podcasts, welche in der Regel auch länger als die sonst so beeinträchtigende Zeit der Aufmerksamkeitsspanne X beanspruchen. Allerdings ist die Natur von Audiomedien auch eine komplett andere.
Wenn man ein Buch ließt, ist man 99% eingespannt und es ist nicht möglich, nebenher Dinge zu erledigen. Anders als bei Podcasts zum Beispiel. Ich höre Podcasts gern beim Saubermachen oder Autofahren. Wann hört man denn ausschließlich etwas- also setzt sich in einen Schaukelstuhl und hört einfach?
Ich weiß, dass die Sache beim Fernsehen ähnlich aussieht, kann das allerdings schlecht beurteilen, da ich im Monat nur ca. eine halbe Stunde summiert und eher durch Zufälle TV schaue. Und das schon seit mehr als zehn Jahren.
Ich weiß allerdings, dass fern geguckt wird und das auch ohne, dass etwas anderes dabei getan wird. Ein Freund sagt immer: “Mich nervt es selbst, es kommt nur Scheiße aber was solls – Kaugummi für die Augen.”.
Gründe
Ich denke, dass die Tatsache sehr stark mit der Gesellschaft und deren Bewusstsein und Gefühl zu tun hat. Alles muss schnell von statten gehen und möglichst kurzlebig sein. Informationen müssen kurz und knackig und möglichst reizvoll präsentiert werden. Das Essen muss schnell gehen. Man muss schnell von A nach B kommen. Informationen müssen schnell beschafft werden können. Alles ist darauf optimiert, schnell konsumiert zu werden und keiner stellt die Frage, warum. Friss und stirb Gesellschaft.
Warum ist die Bibliothek kein Ort, den jeder kennt und den man aufsucht, um sich Informationen zu beschaffen?
Warum gibt es immer weniger Leute, die selbst in der Lage sind, sich essen zu kochen?
Warum gibt es keine guten Filme mehr?
Warum gibt es Speed Dating?
Bevor ich die sinkende Aufmerksamkeitsspanne für die komplette Gesellschaft diagnostiziere, möchte ich wieder zurück zu mir und die Gründe bei mir suchen, um dann mit euch in den Dialog zu treten.
Die Ursachen suche ich natürlich ganz klar in den Dingen, mit denen ich mich beschäftige oder mich beschäftigen muss. Meine Arbeit fordert von mir, dass ich sehr schnell von einer Aufgabe in die andere wechsle, um mich dann voll auf die neue Aufgabe zu konzentrieren. Das ist essentiell und ich weiß, dass dieses Bild sich wohl bei vielen von euch auch so abzeichnet. In meinem Fall habe ich keine Aufgabe, die ich nicht auf kleinere Aufgaben herunterbrechen kann, die eine Aufmerksamkeitsspanne von mehr als 30 Minuten erfordern. Das kommt dem Zeitraum X auch sehr nahe.
Es ist natürlich auch als Fähigkeit zu sehen, dass ich eben so schnell von Aufgabe zu Aufgabe wechseln kann. Das ist meiner Meinung die positive Kehrseite des ganzen Komplexes.
Wenn ich meine Zeit vertreibe, verpacke ich das selbst meist auf kleine Häppchen. E-Mails checken, RSS-Feeds durchsehen, chatten. Meistens wechsle ich zwischen den “Tätigkeiten” hin und her. Wenn ich überlege, welche Beschäftigung 100% Aufmerksamkeit benötigt, der ich auch länger als eine Stunde schenke, dann bin ich schnell bei Aufgaben, die einen sehr meditativen Charakter haben, wenn ich zum Beispiel auflege oder etwas löte.
Ich habe es also nicht komplett verlernt, so scheint es. Jedoch wurmt es mich, dass ich Schwierigkeiten bekomme, sobald ich einen Text lesen muss oder eine Aufgabe erledigen muss, bei der die Motivation und die Aufmerksamkeitsspanne mir einen Strich durch die Rechnung machen und ich so wesentlich länger brauch, um die Sache erledigt zu bekommen. Darum habe ich mir Gegenmaßnahmen überlegt.
Ich habe mir jetzt vorgenommen, bewusster mit solchen Dingen wie Lesen oder Schreiben umzugehen und versuche, den Faktor “wenn ich das jetzt lese, kann ich nebenher nichts anderes machen und verschenke Zeit” zu relativieren und mich dann erst recht darauf einzulassen.
Gegenmaßnahmen
Für die Arbeit oder Beschäftigung am PC gibt es für mich einfache Mittel, um mich nicht mehr ablenken zu lassen und Aufgaben, die am Stück erledigt werden sollten, ohne Unterbrechuzng durch andere Software zu schaffen.
Eine einfache Möglichkeit ist es, das Internet nicht verfügbar zu machen. Einfach den Stecker ziehen. Das lässt sich natürlich auf viele andere Dinge und Bereiche beziehen. Man sollte vielleicht das Telefon ausstellen oder zum Lesen den Computer abschalten.
Für die Arbeit am Computer kann man mit Hilfe von Software, welche ich euch hier kurz vorstellen möchte, jegliche Möglichkeit der Ablenkung eliminieren. Ich kann euch leider nur Mac Software vermitteln, weil ich mich auf der Windows-Ebene seit geraumer Zeit nurnoch ungern bewege. Sollte jemand Äquivalente zu meiner Software kennen, bitte ich euch, in den Kommentaren einen Hinweis darauf zu hinterlassen. Ich kann die Software ja dann auch im Artikel verlinken.
Think
Think ist Freeware und ermöglicht es beim Start die Software zu wählen, auf die man sich konzentrieren will und hat mit einem Schieberegler dann die Funktion, alles andere komplett Auszublenden.
Write Room
Die Software Write Room ist ein kostenpflichtiges Programm, welches beim Start den Bildschirm schwarz färbt (man kann die Farben natürlich anpassen) und nur noch einen Cursor für den Benutzer bereit stellt. Write Room bedient sich wie alle gängigen Texteditoren. Von anderer Software bekommt man nichts mit, sobald Write Room läuft und man kann sich darauf konzentrieren, den Text oder Blogeintrag zu schreiben, den man schon lange im Kopf ausformuliert hat.
Dialog
Wie sieht die Sache bei euch aus? Könnt ihr bei euch ähnliche Entwicklungen beobachten? Wie bewertet Ihr diese? Habt Ihr euch vielleicht auch schon Gegenmaßnahmen überlegt und wollt diese mit uns teilen? Braucht es bei Euch einen gewissen Grad an Überwindung, ein Buch in die Hand zu nehmen und stundenlang zu lesen?
Ich freu mich über eine rege Diskussion.
Max
Meine Aufmerksamkeitsspanne für den Text ist zu kurz
die ruhe was zu lesen kommt mit dem alter. irgendwann ist es wichtiger seinen tag mit qualität statt mit quantität zu füllen. ein buch lesen ist immer besser als tausend sachen halb, aber nichts richtig zu machen.
Auch ich hatte selbst bei deinem Text Probleme, diesen bis zum Ende zu lesen. Zwischendurch mal Messenger auf, mal Mail gelesen, mal da mal hier.
Nunja, das Problem ist meiner Ansicht nach ein durch die Gesellschaft, durch die Medien, durch den Hektikalltag, ja durch sich selbst fabriziert. Hier ein Tab mehr, da ein Messengerfenster mehr, da noch zehn Mails angelesen. Ich denke es lässt sich nicht mit Hilfe von eigenen Reglementierungen (Stecker raus Inet aus) oder von kleinen Tools lösen.
Zeit ist kostbar – keine Frage. Und genau deshalb sollten wir diese nicht sinnfrei verschwenden und zehn Dingle gleichzeitig machen.
Es helfen oft schon 10 Minuten. Ganz einfache 10 Minuten. Einfach mal 10 Minuten früher zur Verabredung los und nicht noch diese letzten 10 Minuten mit anderen Sachen verplanen. Diese 10 Minuten mehr Zeit lohnen sich. Bestimmt.
Wow, ich hatte bei dem Text auch grade meine Probleme… Allerdings war es grad ein innerer und äußerer Zwang, der mich dazu trieb, zu Ende zu lesen.
Ich bräuchte diese Software irgendwie auch für alle anderen Bereiche meines Lebens, die nichts mit dem PC zu tun haben…
Naja, ich erkenne deine Situation wieder. Bis vor etwa 3 jahren hab ich das lesen gehasst. Meine Mutter hat immer gemeint lesen sei ja so wichtig. Schon alleine das war ein Grund um es nicht zu tun.
Aber ich hab immer wieder was gelesen. Man versucht ja doch die Erwartungen der Eltern zu befriedigen.
Mittlerweile lese ich unglaublich gerne.
Was hat sich in der zwischenzeit getan? hm. Zum einen hab ich immer wieder Tips bekommen was interessant sein soll und es mal gecheckt. Manches stimmte…manches brachte mich zum gähnen, sprich ich hab´s wieder zur Seite gelegt.
Aber was immer gut war…wenn ich mit dem Zug gefahren bin im Buchhandel vorher rumzustöbern. Da hab ich immer die besten Bücher gefunden. So z.B. “Die Stadt der träumenden Bücher” von Walter Moers.
Allerdings – zu guter letzt – finde ich dass das Konzentrationsvermögen eben sehr davon abhängt ob man will oder muss. Wenn ich z.B. Texte für die Uni lesen MUSSTE….tja stell dir vor da hat sich meine Aufmerksamkeitsspanne “auf einmal” erheblich verkürzt. Wüsste nicht warum
Dann sind Sachen wie Putzen auf einmal sehr wichtig.
Das nur dazu….viel Erfolg.
Ich kenne das Gefühl. Mir gehts nicht anders. Wenn ich mir mal ein Buch vornehme, dann schlafe ich entweder ein, oder es gibt 100 andere Sachen an die ich während des Lesens denke. Nicht weil sie wichtiger sind, sondern sie mir einfach im Kopf umherfliegen. Und obwohl ich es mir zum Lesen extra gemütlich mache und meine Augen die Buchstaben, Wörter und Sätze nur so überfliegen, scheint in meinem Gehirn keines dieser Dinge anzukommen. Irgendwie schieben sich andere Sachen im Kopf auf der Prioritätsliste weiter nach oben…
@Chris
“Auch ich hatte selbst bei deinem Text Probleme, diesen bis zum Ende zu lesen. Zwischendurch mal Messenger auf, mal Mail gelesen, mal da mal hier.”
“Ich denke es lässt sich nicht mit Hilfe von eigenen Reglementierungen (Stecker raus Inet aus) oder von kleinen Tools lösen.”
Irgendwo hat sich da ein kleiner Widerspruch versteckt
Wenn man sich irgendwas wichtiges vorgenommen hat, dann hilft es meiner Meinung nach auf jeden Fall die Dinge in der Umgebung möglichst “abzuschalten”. Musik leiser, Internet oder Messenger aus.
Bei mir ist leider ganz das Gegenteil Alltag. Ich kümmer mich meist nicht darum andere Dinge ringsherum “abzuschalten”. Wahrscheinlich Faulheit oder einfach der Gedanke der Unereichbarkeit.
Wenn ich z. B. ‘ne Mail schreibe und es blinkt plötzlich irgendein anderes Fenster (Messenger), dann werde ich aus dem Mail-Kontext total herausgerissen. Das blinkende Fenster ist aufeinmal viel wichtiger, als die Mail. Totaler Schwachsinn, wenn man bedenkt was für ein sinnloser Text sich hinter dem Blinken versteckt. Trotzdem ist die Neugier größer, als der Ehrgeiz die Mail weiter zu tippen.
Selbst bei wichtigen Dingen würde ich z. B. das Internet nicht abschalten. Ein guter Ansatz, um die Produktivität zu steigern – keine Frage. Jedoch fühle ich mich dann total isoliert. Wie als wenn plötzlich der Akku vom Handy alle wär… einfach ein doofes Gefühl. Man könnte soviel verpassen.
Dabei sollte ich es vielleicht mal in Erwägung ziehen .. vorallem wenn ich daran denke wieviele Stunden ich mehr Schlaf haben könnte, anstatt im Internet sinnlos hin und her zu klicken….
ihr verbringt eindeutig zu viel zeit am computer. erstaunlich, dass es nur um irgendwelche programme geht, die einen vom lesen abhalten können.
ich versuche bspw. ein buch oder einen uni-text im zug zu lesen, während neben mir zwei mädels über ihr kommendes wochenende o.ä. sprechen. und schwups höre ich ihnen zu und merke erst spät, dass ich den inhalt des letzten absatzes nicht mitgekriegt habe…
Vielen dank Kezia, das war ein guter Beitrag.
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Viele der Kommentare und auch Max sein Text erklären am Beispiel des Computers ihre Konzentrationsschwächen. Ich glaube das der Computer so konzipiert ist, dass man viele dinge gleichzeitig tut. Das ein fenster blinkt max ist so gewollt und ist sinnvoll, nur eben nicht wenn man eine Sache machen möchte (stell msn solange aus wenn du nicht gestört werden willst).
Vielleicht ist der Computer nicht so ganz der richtige Ort um sich auf ausschließlich ein Sache zu konzentrieren. Aber es gibt Orte an denen das geht, z,B, im Schaukelstuhl.
So ihr habt doch alle wunderbat das Probelm analysiert und beschrieben, also tut was dagegen. Warum ist der Rechner an wenn ihr lesen wollt, wenn euch die ganze zeit andere sachen in den sinn kommen schreibt sie auf dann sind sie gesichert. Entwickelt strategien um genau all die Punkte die ihr hier genannt habt zu “bearbeiten”.
Wenn der Computer so ablenkt macht ihn aus, einfache strategie.
Und zu sagen das, dass ein gesellschaftliches Problem ist, ist vollkommen richtig aber wer ist denn die Gesellschaft, wir sind mindestens ein Teil von ihr also sollten wir doch anfangen etwas an unserem Verhalten zu ändern wenn wir uns über eben dieses Bewusst sind und etwas verändern wollen.
Also Rechner aus ab in den Schaukelstuhl und Buch in die Hand!!
oder das Buch als pdf lesen nebenbei bei itunes musik hören (und msn, skype und firefox laufen ja auch nur im Hintergrund, achso word brauch ich um mir notizen zu machen und Mail hab ich nur vergessen zu schließen).
Für mich sind die Programm noch nicht streng genug. Ich bin ja selbst das Problem, d.h. ich lenke mich selbst ab, weil ich DRINGEND nochwas WICHTIGES bei spiegel-online nachschauen muss. Ich brauche also eine Software, die nicht nur verhindert, dass ich für eine bestimmte Zeit ins Netz gehe. (z.B. Freedom), sondern auch, dass ich andere Programme (Games) laufen lasse.
Sprich eine Software, die für eine besimmte wählbare Zeit, den Wechsel zu einer anderem Programme verhindert, damit ich fleißig im Word bleibe.
Traurig aber wahr.
Hallo Felix,
genau das macht die Software, die ich vorgestellt habe. Allerdings nur für MacOs. Wenn du ähnliche Windows Derivate findest, wäre ich Dir über eine Mail dankbar. Ich würde diese dann hier im Artikel ergänzen.
Lieben Gruß,
Maximilian
Mac: WriteRoom
Windows: DarkRoom
http://www.downloadsquad.com/2006/07/03/dark-room-writeroom-for-windows/
Hallo Max,
ich kann mich voll mit Deinen Gedanken zum Thema Aufmerksamkeitsspanne identifizieren. Einerseits Defizit, andererseits Herausforderung und Chance, wenn nicht gar Wettbewerbsvorteil! Ich werde schon mein Leben lang begleitet von dem Umstand, dass ich mich sehr leicht durch andere Menschen oder Einflüsse ablenken lasse von meiner zentralen Tätigkeit. Trotzdem habe ich es “zu etwas gebracht”, auch wenn ich zugeben muss, dass es mich wahrscheinlich etwas mehr Anstrengung kostet als andere. Ich würde mich selbst als etwas intelligenter als durchschnittlich einschätzen, und die meisten Dinge fallen mir sehr leicht, ohne dass ich viel dafür tun müsste. Auch schon in der Schule. Einfach aus dem Bauch heraus und intuitiv. Sehr komfortabel… ;o)
Und es ist auch so, dass mir dieser Umstand sehr weit geholfen hat im Leben. Ich entdecke Dinge und erlebe Situationen, die für Menschen unerreichbar / unvorstellbar sind, die nur stringent ihre Spur verfolgen. Bin ein erfolgreicher Netzwerker und kenne Gott und die Welt und vielerlei inhaltliche Variationen und Dinge. Lasse mich ein auf Sachen und entdecke die Welt einfach durch das Verknüpfen kurzer Aufmerksamkeitsspannen. Im wahrsten Sinne des Wortes “zappe” ich mich durchs Leben…
Allerdings wurde es immer dann schwierig und anstrengend, wenn ich tatsächlich Kraft aufbringen musste für mein Fortkommen, “lernen” sozusagen. Obgleich ich Lesen stets als eine Bereicherung betrachte, kostet es mich doch immer wieder Überwindung, mich einer Sache (und einem Buch) stringent und ausschließlich zu widmen. Gezielt für eine Klausur zu lernen (als ich noch studiert habe). Ein (unliebsames) Fachbuch für das Fortkommen im Job zu lesen, grenzt an das Unmögliche. Und nun zur Masterfrage, nach 36 Jahren eigenen Erlebens: Ist das ganz normal? Die Überwindung des eigenen, ganz normalen Schweinehundes und ein Umstand, den 99,9% meiner Mitmenschen mit mir teilen? Oder sind wir eine besondere Spezies und müssen lernen, damit umzugehen? Ich würde mich freuen, mehr von Euch / Dir dazu zu hören. VG pauperis@gmx.de